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Eltern erzählen über ihre Geburt mit Doula

Unsere Geburt im September 2021

Als ich Anfang 2021 von meiner Schwangerschaft erfuhr, kamen schnell die Gedanken, wie und wo ich mein Kind zu Welt bringen möchte. Leider gebe ich mich nicht gern in fremde Hände und bestimmte gern alles selbst. So hatte ich viele tränenreiche Tage bei der Vorstellung, in ein steriles Krankenhaus zu gehen. Es musste doch irgendeine Lösung geben zwischen Hausgeburt und Klinik? Ich googelte, bis die Server rauchten und irgendwann stieß ich auf ein mir unbekanntes Wort: "Doula". Ich bin so froh, dieses Wort gefunden zu haben. Schnell war erkannt, was eine Doula macht und bald hatte ich Anjas Homepage gefunden.

Mein Freund und ich haben uns mit ihr bald zum Kennenlerngespräch getroffen. Schon nach den ersten Sekunden stand für mich fest, dass mein Kleines in Anjas Beisein das Licht der Welt erblicken sollte. Ich hatte jemanden gefunden, den ich vor der Geburt mein Vertrauen schenken konnte und der dann bei der Geburt dabei war. Gottseidank!

Beim nächsten Gespräch mit Anja trafen wir uns nur zu zweit "unter Frauen". Es standen noch grundlegende Themen zur Diskussion: Hausgeburt oder Klinik? Wenn Klinik, welche? Der Perfektionist in mir kam nicht zur Ruhe. Ohne Anja hätte ich nie eine Entscheidung finden können.

Schließlich entschied ich mich für alles: Anmeldung in Krankenhaus Pasing (sehr zu empfehlen), Anmeldung in der Hebammenpraxis in München (Robert-Koch-Straße) und auch Hausgeburtsoption durch die Hebamme der Hebammenpraxis. Ich hatte alle Eventualitäten abgedeckt. Das Ziel unter allen Optionen war aber die Praxisgeburt. Ohne Anja hätte ich mich das nicht getraut.

Ein zweiter Termin war mit Anja am 4. September geplant. Circa 14 Tage vor Termin. Aber dazu sollte es nicht kommen. Zwei Nächte davor platzte auf einmal meine Fruchtblase. In dem Moment wusste ich auch, dass am Tag davor der Schleimpropf abgegangen war. Der war aber so klein, dass ich das nicht als Schleimpropf identifiziert hatte. Wir riefen als erstes die Hebamme an. Die meinte, ich soll mich wieder hinlegen. Wehen kamen alle 2-3 Minuten. Alle 2-3 Minuten??? Müsste man da nicht schon längst in der Klinik sein? Aber da sie nicht so schmerzhaft waren, habe ich mir gesagt, dass das bestimmt Senkwehen sind. Es war nun 2 Uhr, aber schlafen konnte ich nicht mehr. Anja rief ich nicht an, da es wohl noch Zeit war und ich sie nicht stören wollte. Am Morgen fuhren wir in die Praxis. Auf einmal waren die Wehen weg und die Hebamme schickte mich wieder nach Hause. Ich war ein wenig enttäuscht, ich dachte, ich würde das Kind nun bekommen. Immerhin war ja meine Fruchtblase geplatzt. Eine Klinik hätte mich wahrscheinlich nicht wieder gehen lassen. Aber es war alles gut so, wie es war. Da ich dann wieder zu Hause war, konnte ich besser entspannen. Am Vormittag rief ich auch Anja an. Sie dachte, ich will die Uhrzeit für unser zweites Gespräch vereinbaren. J Ich war so glücklich, dass sie Zeit für mich hatte. Ihre Rufbereitschaft hatte noch gar nicht begonnen. Hätte ja auch sein können, dass sie was vorhat. Aber wir hatten Glück. Ab dort standen wir in telefonischen Kontakt. Selbst am Abend waren die Wehen noch nicht da. Also fast 24 Stunden mit geplatzter Fruchtblase. Jeder Klinikarzt würde grün anlaufen! Aber Anja beruhigte mich. Und auch die Hebamme, die abends bei mir mit Akupunkturnadeln vorbeischaute, schien keine Sorgen zu haben. Das beruhigte mich. Nach einem Tatort gingen wir ins Bett. 2 Stunden Schlaf waren möglich, als 1 Uhr wieder die Wehen losgingen. Wieder in kurzen Abständen. Es tat weh, aber war in Ordnung. Wenn es so bleiben würde, würde ich es ohne PDA schaffen! Inzwischen hatte ich mich innerlich entschieden, die Praxisgeburt sausen zu lassen und stattdessen nach Pasing zu gehen. So lange nach einer geplatzten Fruchtblase fühlte ich mich dort sicherer. Ich war ja angemeldet, also alles bestens. Gegen 5 Uhr oder so riefen wir Anja an. Sie wollte mich hören, um zu hören, wie und ob ich während den Wehen sprechen kann. Sie diagnostizierte, dass die Wehen noch stärker werden würden. Schwache Wehen mit 1-2 Minuten Abstand. Komisch, so stand das nicht im Lehrbuch!

Nach einer Dusche fuhren mein Freund und ich los nach Pasing. Anja machte sich zeitgleich auf den Weg, hatte es aber etwas weiter. Mein Freund massierte mir auf der Autobahn den Rücken. Irgendwie war es lustig. Wir schlichen so dahin nach Pasing und telefonierten ständig mit Anja, um zu sehen, wie weit sie hinter uns war. Kurz vor der Autobahnabfahrt meinte mein Schatz, dass wir doch noch ein paar Schleifen fahren könnten, bis Anja da ist. Ich stimmte zu. Aber kurz danach wurden die Schmerzen anders. Es tat nicht mehr so weh – ich hielt es ohne Massage gut aus – aber der Schmerz war tiefer. Tiefer? "Wir drehen keine Schleifen, wir fahren jetzt sofort ins Krankenhaus", schoss es aus mir heraus. Im Parkhaus angekommen warteten wir dort auf Anja. Zumindest war der Kreißsaal jetzt in Reichweite. Anja kam, sah und parkte. Zu dritt machten wir uns auf den Weg zum Eingang. Der Kreißsaal war leer. Eine Hebamme nur für mich. Eine Doula nur für mich. Einen Freund nur für mich. Was für eine tolle Atmosphäre.

Wir logen, was die Uhrzeit des Blasensprungs anging. Das hätte ich mich ohne Anja nie getraut. Aber es war die richtige Entscheidung, sonst hätten sie bestimmt nicht so viel Geduld mit mir gehabt. Nun kam die erste Untersuchung: 5 cm offen! Was für eine Freude, waren doch die Wehen gar nicht so schlimm. Ich dachte, das Schlimme kommt noch. Aber ich war schon mittendrin! Die Hebamme meinte, dass wir 16 Uhr auf jeden Fall das Kind hätten. Ich fragte nach einem Bad und schon wurde mir warmes Wasser eingelassen. Das entspannte mich total, Anja wusste genau, welche Massagen wir wann guttaten. Ich habe keine schmerzhaften Erinnerungen an diese Zeit. Im Nachhinein war das die schönste Zeit und kommt fast an den Ausdruck "Wellness-Geburt" heran. Die Hebamme kam vorbei und sagte, dass sie viel Zeit hätte und wir sie jederzeit in Anspruch nehmen könnten. Nach dem Bad eine weitere Untersuchung. Wieder ein Stück weiter offen. Ich fragte auch irgendwann, eine Frau oder ein Mann als Arzt Dienst hat. Es war für mich eine Horrorvorstellung, einen fremden Mann dabei zu haben. Sie meinte, dass zurzeit eine Frau Dienst hat und um 17 Uhr Schichtwechsel ist und dann ein Mann da wäre. Seitdem schaute ich mit Bangen auf die Uhr. Wahrscheinlich hat diese Angst verhindert, dass mein Körper weiter an Geburt denkt. Er war auf Flucht eingestellt. Ich hatte keinen Geburtsstillstand, aber es ging sehr, sehr langsam voran. Aber ich fühlte mich super. Ich spürte, dass alles in Ordnung ist und es meiner Kleinen gutging. Ich verspachtelte mein Mittagessen. Mein Körper wollte eine Wehenpause und die Hebamme meinte, ich solle mich ausruhen. Anja schickte meinen Freund zur Erholung in einen Sessel im Badezimmer und wir zwei machten die Augen zu. Immerhin hatten wir die letzten beiden Nächte nur 4 Stunden insgesamt geschlafen. Ich schlief nicht ein, aber erholte mich gut. Leider ging mit den Wehen trotzdem nicht viel voran. Nun kam das Thema Oxytozin auf. Später das Thema Schmerzmittel. Ich spürte, dass nun eine Spirale losging, die ich eigentlich vermeiden wollte. Ich diskutierte immer wieder rum und schaffte es, so wenig wie möglich Hilfsmittel zu bekommen. Eine angebotene PDA lehnte ich ab. Also eine leichte Mama war ich wahrscheinlich nicht, aber mit Anjas Unterstützung wusste ich, was ich wollte und vor allem, was ich nicht wollte. Die Stunden vergingen irgendwie, aber mir kam es nicht so lange vor. Ja, es tat weh, aber zu keiner Minute hätte ich eine PDA gewollt. Auch die Pressphase war länger, als es mir vorkam. 3 Stunden? Wow, ich hätte 30 Minuten geschätzt. Irgendwann schien alles aus dem Ruder zu laufen. Auf einmal stand so ein unsympathischer Facharzt im Raum. Der hat sich aufgeführt. "Wenn ich 30 Minuten nichts passiert ist, gibt es einen Kaiserschnitt!" Ich fing wieder an rumzudiskutieren. Dann wollte der Typ kristellern. Die Vorstellung, dass mir ein fremder Mann auf dem Bauch rumdrückt, löste Übelkeit in mir aus. Am liebsten hätte ich ihn angeschrien, dass er sich aus dem Zimmer machen soll und mich in Ruhe mein Kind kriegen lassen soll. Ich wurde panisch. Meine Hebamme hatte bald Dienstschluss. Aber sie blieb bis zur Geburt. Vielen Dank dafür! Allerdings war ihre Ablöse extra für mich eher gekommen, damit die neue Hebamme nochmal mit frischer Kraft mich anfeuern konnte. Sie hatte ganz tolle Tricks auf Lager und angespornt vor der Kaiserschnittangst habe ich mein Kind geboren. Unglaublich.

Diese Zeilen oben habe ich auf einmal runtergeschrieben, ohne nachzudenken. Bei der Beschreibung der Geburt kommt Anja kaum darin vor. Und ich weiß auch, warum das so ist: Sie hat sich immer um mich gekümmert, war immer für mich da, wusste immer, was ich brauche. Mein Gehirn musste sich in diesen Stunden nicht mit ihr beschäftigen, weil sie kein Problem darstellte. Die Probleme hingegen sind hängengeblieben: Angst vor PDA, Kaiserschnitt, Kristellern, fremde Männer. Aber es war Anja, die all das verhindert hat. Mit ihrem Dasein, ihrem Mutmachen, ihrer Ruhe, ihren nassen Tüchern auf meiner Stirn. Ohne Anja wäre die Geburt ein Kaiserschnitt geworden. Vielen, vielen Dank, Anja!

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Joana * 22.04.2021

Als mir eine Freundin über den Beruf der Doulas erzählte war für mich sofort klar, dass ich bei der Geburt meiner Tochter eine dabei haben wollte. Bis dahin wusste ich nicht einmal, was eine Doula war! Obwohl ich mit der vollen Unterstützung meines Mannes rechnen konnte, wollte ich zusätzlich jemanden dabei haben, der die Abläufe kennt und in jedem Moment weiss, was zu tun ist und mir mit den richtigen Tips zur Seite stehen könnte.

Ich machte mich sofort auf die Suche obwohl ich erst in der 10. Woche war und fand im Internet (zum Glück!) die Seite von Anja. Nach dem ersten Kontakt war mir klar, dass wir uns gut verstehen würden und dass ich ihr vertrauen könnte.

Es war einfach die richtige Entscheidung, Anja dabei zu haben. Mit ihrer bedingungslosen Unterstützung, ihrer liebevollen Art und ihrer Gabe, einfach im richtigen Moment das Richtige zu machen (sei es massieren, zureden, Mut machen, einen Snack reichen) wurden die langen (22!) Stunden der Geburt erträglicher.

Dass wir Glück mit den Hebammen hatten (3 Schichtwechsel) war eigentlich nebensächlich, denn wir waren zu Dritt ein super Team (und das ist schon etwas besonderes wenn man bedenkt, dass wir uns vorher nur 3 Mal gesehen haben!).
Die Gespräche vor der Geburt wie auch die danach haben mir sehr geholfen, die vielen intensiven Emotionen zu verarbeiten.

Ich (und mein Mann natürlich auch) bin sehr froh, dass Anja bei diesem besonderen Tag in unserem Leben dabei war, denn sie hat dieses Erlebnis noch besonderer gemacht!

Sollte ich noch ein Kind kriegen, wird Anja auf jeden Fall wieder dabei sein bei der Geburt :-)

DANKE liebe Anja!

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Juliane, * 30.11.2020


Erzählt von ihren Eltern Marion und Bernhard

"Unsere beste Entscheidung in der Geburtsvorbereitung war, Anja (als Doula) zu fragen, ob sie bei der Geburt unserer Tochter dabei sein könnte!"

Die größte Angst meiner Frau war, dass die Hebamme im Krankenhaus aufgrund mehrerer, parallel verlaufender Geburten nicht die notwendige Ruhe und Aufmerksamkeit für unsere Geburt mitbringen könnte, die wir uns wünschten. Es wurde meiner Frau empfohlen, Anja als Geburtsbegleiterin (Doula) zu engagieren.

Als werdender Vater hatte ich noch nie von einer "Doula" gehört und war anfangs sehr skeptisch. Schließlich wären doch Hebammen für die Geburt zuständig, wofür bräuchten wir also noch zusätzlich eine weitere Person, die wir noch dazu gar nicht kennen? Das erste Aufeinandertreffen war sehr herzlich und Anja erwies sich uns beiden als sehr sympathisch. Das erste informatorische Treffen machte uns neugierig auf mehr. Anja erzählte über ihre Arbeit und über ihre Erfahrungen bei den Geburten. Auf der Heimfahrt war für uns klar, dass wir Anja bei unserer Geburt dabei haben wollten.

Schnell war der nächste Termin gefunden und Anja kam zu uns nach Hause. Wir sprachen über unsere Erwartungen, unsere Hoffnungen, aber auch unsere Befürchtungen bei der Geburt. Für mich als Mann war es wichtig zu erfahren, was auf uns zukommen würde. Meiner Frau konnte Anja alle ihre Ängste nehmen. Im nachhinein würde ich sagen, wir waren danach wirklich gut vorbereitet.

Als es "losging", trafen wir uns mit Anja im Rosenheimer Klinikum. Die Zusammenarbeit zwischen der Hebamme und Anja funktionierte wirklich reibungslos, ich würde sogar sagen, perfekt. Die beiden Damen harmonisierten wirklich sehr, ohne sich ins Gehege zukommen. Für uns war es die bestmöglichste Konstellation, die wir haben konnten.

Als Mann bist Du wirklich überfordert, wenn Dich die eigene Frau vor der herannahenden Wehe bittet, ihr zu helfen und Du gar nicht weißt, was Du tun sollst (außer Hand halten, den Kopf streicheln, massieren, Getränke zu holen usw.). Nach jeder Wehe kam von ihr mehrfach "ich kann nicht mehr" und Du siehst nur noch mehr ein Häufchen Elend vor Dir (lieb gemeint). Meine Frau tat mir total leid, aber die Wehen konnte ich ihr nicht abnehmen. Anja stand meiner Frau während jeder Phase der Geburt bei und half ihr. Das war definitiv das, was ihr am meisten geholfen hat. Zu diesem Zeitpunkt war ich froh über die liebevolle Rundum-Betreuung von Anja. Auch wir hatten einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, aber wenn es dann soweit ist, kannst Du nur einen Teil davon umsetzen.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die Geburt länger gedauert hätte, wenn wir die Unterstützung von Anja nicht gehabt hätten (meine Frau betont dies immer wieder).
Als unsere Juliane dann auf der Welt war, hat sich Anja dezent im Hintergrund gehalten, meine Frau und ich konnten die Momente nach der Geburt mit unserer Kleinen genießen. Anja blieb so lange, wie wir sie gebraucht haben.

Wie gesagt, Anja dabei zu haben, war sehr, sehr hilfreich. Wir waren sehr glücklich über unsere Entscheidung und würden Anja jederzeit wieder fragen!



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Franziska *10.01.2020

An meine liebste und langjährige Freundin Anja

Ich kenne Dich schon sehr lange und wir sind durch "dick und dünn" gegangen- wer hätte einmal gedacht dass wir dieses mal ganz genau live erleben werden…………

Zunächst: als ich hörte wie Du als Doula angefangen hast, war ich ganz stolz auf Dich, denn ich weiß dass es nichts schöneres auf der Welt gibt als Kinder zu haben. Nachdem ich bereits eine Tochter habe war ich mir sicher, sollte ich ein weiteres Kind haben, war es selbstverständlich dass Anja mich durch diese wunderschöne Zeit begleiten sollte. Wer ahnte dass ich 9 Jahre später soweit war…

Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war meiner liebsten Freundin dieses schöne Ereignis mitzuteilen.

Während wir eines Tages telefonierten, mailte ich zeitgleich mein erstes Ultraschall Foto an Anja, und sagte ihr, es gibt was neues bei uns schau doch mal die Email an…………

Dann versagte meine Stimme als Anja das Bild sah- ich war immer noch überwältigt das ich Schwanger sein durfte!! So voller Glück- und das wollte ich mit Anja teilen.

Ja wir Schwangeren haben extreme Gefühle.

Ab diesem Zeitpunkt waren wir stets in Kontakt, und trotz der vielen Erfahrungen war es wieder wie neu. Es stellten sich viele Fragen, bei jeder Bewegung im Bauch (wie schön das war…) oder es mir mal nicht gut ging. Anja hatte immer einen guten Rat und war so herzlich dabei.

Daraufhin folgte unser erstes Treffen mit dickem Bauch, wir fielen uns in die Arme und es tat so gut. Ich habe all die positive Ausstrahlung und Energie von Anja mitgenommen.

Als Anja bei mir war und mich aufklärte was Doulas so "machen" war ich sehr erstaunt.
Ich war begeistert so etwas in meiner Freundin gefunden zu haben und mir war sofort klar:
Anja muss bei der Geburt dabei sein.
(Zuerst hatte ich überlegt ob ich damit klar komme, denn es ist eine sehr intime und vertrauensvolle Beziehung, aber während der ersten Telefonate hatte sich dies sofort gelegt und ich hätte im Nachhinein bereut-wäre ich diesen Schritt ohne Anja gegangen!)

Da wir etwas weiter weg wohnen, konnten wir uns leider nicht öfters persönlich sehen.

Die Zeit verging schnell und viele schöne Telefongespräche mit Anja begleiteten meine ungeborene Tochter Franziska und mich durch die Schwangerschaft.

Die Geburt näherte sich und dann war es soweit:

Ich rief Anja an und fragte sie ob es tatsächlich schon los ging…. Sie beruhigte mich und sprach ganz sanft mit mir dass alles wunderbar ist- ich hatte nur noch den Wunsch sie sofort bei mir zu haben! Nachdem wir alle in der Klinik waren und ich endlich im Kreißsaal lag war ich entspannt. Meine liebsten waren bei mir (mein Freund und Anja) und ich wusste das meine große Tochter bei Oma und Opa war- so konnte es losgehen!

Es dauerte an- Franziska wollte noch nicht kommen und schön langsam zerrte es an den Kräften, zu dem wollte ich in einen anderen Kreißsaal verlegt werden da ich mich dort nicht wohlfühlte.

In diesen 8-9 Stunden war es super das Anja dabei war, sie war so hilfreich- immer da, stets hilfsbereit, eine ruhige Ausstrahlung, immer aufmunternd, mal eine Massage wenn’s wieder weh tat, einen Snack zwischendurch oder einfach schnell die Flasche Wasser wenn der Durst kam.(Trotz aller Müdigkeitserscheinungen!)

Inzwischen wurde ein anderer Kreißsaal frei- als ich in betrat wusste ich dort soll meine Franziska zur Welt kommen.

Nach einer weiteren Stunde war es soweit- mit allen Kräften auf der Welt kam endlich unsere süße Tochter –Franziska Michaela zur Welt. Während der Geburtsphase war ich voll und ganz auf Anja konzentriert, ich vergaß sogar die Ärzte um mich herum, das schönste war das mich mein Partner in den Armen hielt und Anja meinen Kopf streichelte als ich dachte es geht nicht mehr weiter. So bekam ich die letzte Kraft wieder zurück und die Geburt war überstanden.

Dies war eine wunderbare Erfahrung die ich nie in meinem Leben vermissen möchte und auch nicht mehr vergessen werde. J Auch für meinen Freund war dies eine sehr schöne Erfahrung, von meiner Freundin und zugleich als Doula in dieser ganzen aufregenden Zeit begleitet zu werden.

Es gibt nichts schöneres auf der Welt als eine Geburt, so voller Emotionen- ein Wunder von Anfang an.

DANKE liebe Anja

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Daniar *19.8.2020

"Meine Geburt war einfach wunderschön."

Ich erlebte sie als das größte Wunder der Natur und nicht als schmerzvolle Hilflosigkeit, wie es meine 2 vorigen Geburten waren. Während ich mich bei diesen beiden Geburten mit Wehentropf im Liegen gequält hatte, habe ich diesmal aktiv gearbeitet und im Gehen und Stehen den Weg durch die Wehen tapfer geschafft.

Und das alles dank meinem starken Team: meinem Mann und meiner Doula.
Die Zusammenarbeit von uns 3 war so harmonisch und aufeinander abgestimmt, jeder hatte seine besondere Rolle. Zwischen den Wehen ging ich eine Runde in der frischen Luft und sobald eine Wehe kam, kniete ich und ließ mich in die liebevollen Hände von meinen beiden Schutzengels fallen. Massage, Schütteln, Streicheln, nasse Lappen, Trinken - der Schmerz wurde deutlich weniger und ich fühlte mich so sicher und so gut aufgehoben! Ich wusste - egal was passiert, sobald es mir weh tut, diese Beiden - sie werden mir helfen. :)

Anja hat mir laufend erklärt, was passiert und mir wertvolle Tipps gegeben, was und wie ich machen kann, um meine Arbeit noch besser zu schaffen. Das war mir sehr wichtig, so konnte ich mich in dem Geschehenden besser orientieren und sicher sein, dass ich alles richtig mache. Sie fand für mich immer wieder einen hilfreichen Tipp, ein richtiges Wort, einen schlaue Trick. Die laufende professionelle Bewertung und Deutung des Geschehenden fehlte mir in den vorigen Geburten sehr. Obwohl mein Mann ebenso mit mir dabei war, fehlte uns da natürlich Wissen und Erfahrung, um die Situation laufend richtig bewerten und effektiv beeinflussen zu können. Und die Hebammen, die nur ab und zu ins Zimmer rein kommen und zudem sich schichtweise wechseln - schaffen dies mindestens rein zeitlich nicht. Und mit Anja fühlten wir uns immer ausreichend informiert und beraten, sie war nur für uns da.

Ab und zu zog sich Anja andersrum zurück, um mich und meinen Mann zu zweit was erleben zu lassen, und das war auch sehr wertvoll und jeweils zum richtigen Zeitpunkt.

Und was auch noch ganz wichtig ist:
ohne Anja wäre es sehr wahrscheinlich schon wieder eine Einleitung. Ich bin mir fast sicher, dass ich nicht so aktiv und kraftvoll mitmachen könnte, wenn die Wehen eingeleitet wären. Wegen dem Wehentropf hat der Schmerz in meinen beiden vorigen Geburten mich einfach lahmgelegt.

Dank Anja konnte ich der Einleitung diesmal entgehen. Sie hat mir bewiesen, dass mein Körper eigene sehr effektive Wehen produzieren kann!

Diese Geburt hat meine vorigen negativen Erfahrungen einfach ausgeheilt. Und wenn es diesmal kein drittes, sondern mein erstes Kind wäre, hätte ich keine Angst mehr, weitere Kinder zu bekommen :)
Weil ich weiß jetzt - die Geburt ist was sehr Natürliches und Erlebnisstarkes, was die Frau einfach glücklich macht.
Und dafür danke ich Anja, meiner Doula."

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Marlene Isabell 14.06.2019


An alle, die sich eine natürliche, selbstbestimmte Geburt wünschen, die sich unsicher sind, ob sie eine Doula brauchen, deren erste Geburt in schlechter Erinnerung geblieben
ist.....: Ohne Anja wäre auch diese Geburt ein Kaiserschnitt geworden!!!

Leider deutete alles daraufhin. Mein unsensibler Frauenarzt verwies 1 Woche vor GT auf meine kleine Körpergröße, mit der für ihn sehr wahrscheinlichen Folge eines 2. Kaiserschnittes.
Meine Wehen kamen ab Donnerstag in sehr regelmäßigen Abständen, waren aber schmerzlos. Am Samstag kam meine Hebamme, um mich zu untersuchen. Der Muttermund war noch zu. Sie riet mir,
am Nachmittag in die Klinik zu fahren, wenn die Wehen nicht weggehen sollten. Da die Gebährmutter schon so lange arbeitete, war sie der Meinung, man würde das Baby dann
wahrscheinlich eh holen müssen. Das war echt hart für mich! Ich hab mich sofort mit Anja in Verbindung gesetzt. Sie hat mich ganz lieb beruhigt, sodass ich mich sogar nochmal
hingelegt und ein bißchen geschlafen habe. Wir haben uns für 18Uhr am Ebersberger Kreiskrankenhaus verabredet. Dort wurden wir sehr nett empfangen - inzwischen kennt man Anja dort auch schon. ;o)
Ich wurde untersucht und dann zum Spazieren geschickt. Das haben wir getan. Es war sehr lustig und ich konnte mich gut entspannen. Anschließend sind wir noch schön zum Essen gegangen und ich habe mir eine Weinschorle genehmigt. Gegen 21Uhr waren wir wieder zurück. Leider hatte sich am Muttermund noch nicht viel getan, was ja immer etwas deprimierend ist. Die Wehen kamen nach wie vor regelmäßig, waren aber erträglich. Um halb 1 ist mit einem lauten Knall die Fruchtblase geplatzt. Dann erst kamen "richtige" Wehen... Irgendwann wurden bei mir Entzündungswerte nachgewiesen, das CTG hat der Ärztin fast von Anfang an nicht gefallen, der Muttermund wollte sich nicht öffnen, der Kopf war noch nicht richtig im Becken und ich mußte liegen bleiben. So viel deutete auf einen KS hin. Anja ließ sich von all den Sachen nicht beirren, was mir sehr geholfen hat. Wir sind dann in den Kreissaal verlegt worden. Das CTG wurde nicht besser, die Wehen immer schlimmer. Bis wir vor der Entscheidung standen eine Mikroblutuntersuchung machen zu lassen oder den Chirurgen anzurufen. Ich hatte Panik vor der Mikroblutuntersuchung und wollte das nicht! Ich habe mit dem Gedanken an eine natürliche Geburt abgeschlossen. In dem Moment war es mir egal. Ich wollte diese Schmerzen loswerden und war froh, als der Anästhesist kam und mir die PDA legte. Als diese gewirkt hat, konnte ich mich endlich wieder entspannen!! Ich glaube, der Chirurg war schon angerufen worden und ich wurde schon für die OP vorbereitet.
Sie wollten unbedingt nochmal den Muttermund untersuchen, zum Glück haben sie nicht auf mich gehört! Denn der war inzwischen so weit offen, daß die Oberärztin nochmal kam, um mich über die Mikroblutuntersuchung aufzuklären. Denn die war jetzt möglich! Was für eine Wendung! Ich konnte es gar nicht glauben! Da ich ja durch die PDA wieder entspannter war, ließ ich die Untersuchung machen. 3mal hintereinander! Das erste Ergebnis war so unglaublich positiv, daß zur Sicherheit noch mal Blut abgenommen wurde. Diesmal war es zu wenig, also nochmal was abnehmen. Bis die Hebamme wieder da war, verging so viel Zeit! Dann kam sie endlich! "Das Gerät hat kalibriert.", sie mußte zu einem anderen. Aber das Ergebnis war, für alle überraschend, so positiv wie das Erste! Wir konnten es kaum glauben! So ein schlechts CTG, aber dem Baby gings hervorragend!! Der Chirurg durfte sich wieder ins Bett legen und wir machten weiter.
Getragen von unglaublichen Glücksgefühlen haben wir es geschafft! Marlene war geboren - ein Sonntagskind - ein kleines Wunder!

Unser ganzer Dank gilt Anja! Denn ohne sie, ihre ruhige, sichere Art, ihre zurückhaltende Präsenz, hätten wir es nicht geschafft!

Danken möchten wir an dieser Stelle auch dem Ärzte- und Hebammenteam der Ebersberger Kreisklinik! Sie waren sehr nett und auch sie haben wirklich alles dafür getan, daß es am Ende eine natürliche Geburt wurde.

Allen Männern, die vielleicht noch etwas skeptisch sind, was die "Doula" betrifft : Das geht schon in Ordnung. Anja ist nicht da, um den Hebammen zu sagen, was sie tun sollen, sondern einzig und allein nur für eure Frau! Das heißt für euch, ihr könnt ohne schlechtes Gewissen mal kurz ;o) ausruhen, raus gehen, heim fahren... Ihr laßt sie ja nicht allein.

Dir, Anja, wünschen wir von ganzem Herzen alles Gute!

Steffi & Michi mit Katharina und Marlene

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Zwillingsgeburt 16.10.2019

Anja füllte für mich als meine Doula eine riesige Lücke - was im Großbetrieb Krankenhaus leider zu kurz kommt: das Menschliche!


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Layana 17.02.2019

Layana * 17.Februar 2019 - 48cm - 3000g - 34 cm


Abschließend kann ich, und da spreche ich auch für meinen Mann, sagen, dass die Geburt OHNE Anjas Hilfe und Unterstützung sicher anders gelaufen wäre. Eine Geburt nur mit Doula!!!!!

Noch heute, 10 Monate später, können wir Anja nur unseren DANK aussprechen. Die Arbeit, die du leistest ist einfach wunderbar, die Liebe und Ruhe, die du in die Geburt investierst ist einfach unbezahlbar. Du bist ein ganz wertvoller Mensch, eine besondere Frau, eine DOULA.

Danke, dass du mit uns und für uns da warst/bist.

Martina, Layana und Klaus
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Hier unser Geburtsbericht:

Es war im September 2018, als ich ein Inserat in der Zeitung gelesen habe, in der Anja einen Abend im FAZ in Haag angeboten hat, in dem es um Öle für Schwangere ging. Da ich damals im 4. Monat schwanger war, nahm ich Kontakt zur ihr auf. Ich wusste noch nicht, dass Anja eine Doula ist. Das erfuhr ich erst, als ich im Internet nach Anja Schleinkofer suchte. Mit voller Begeisterung haben mein Mann und ich die Homepage gelesen.

Am nächsten Tag rief ich Anja an, um mich für den Termin anzumelden und sie war mir von Anfang an sehr sympathisch.

Leider kam dieser Abend nicht zustande und an den Ausweichterminen konnte ich nicht mehr teilnehmen, da ich krank wurde. Bis ich dann persönlichen Kontakt zu Anja hatte, verging einige Zeit, aufgrund Umzug usw.. Dennoch haben wir uns nie aus den Augen verloren.

Meine Hebamme Vera erzählte mir dann im Januar beim Geburtsvorbereitungskurs, dass ich unbedingt Anja anrufen solle, da sie bei einer Geburt im Krankenhaus Ebersberg dabei war und sie hätte eine ganz tolle Geburt dort erlebt.

Also habe ich Anja angerufen und sie erzählte mir von der Geburt. Wir vereinbarten dann endlich den ersehnten Massagetermin ganz kurzfristig für den nächsten Abend..

Anja hat es uns sehr gemütlich gemacht an dem Abend und ich habe die Massage sehr genossen.

Wir ratschten noch über den Geburtsvorbereitungskurs und sie wollte dann am nächsten Abend auch in die Hebammenpraxis kommen.

Für mich war das eine tolle Gelegenheit, dass auch mein Mann endlich Anja kennenlernen konnte.

Die beiden haben sich von Anfang an sehr gut verstanden und man merkte, dass sie sich auch sehr sympathisch waren. Anja stelle sich und ihre Arbeit als Doula im Kurs kurz vor und Klaus war sofort angetan.

Auf dem Rückweg nach Hause meinte er dann zu mir, dass er gerne hätte, dass Anja bei der Geburt dabei wäre und so mich und auch ihn in den Stunden der Wehen unterstützen könne.

Am nächsten Tag habe ich dann Anja gleich angerufen und wir alle haben uns einfach nur gefreut.

Mein Mann hat dann jedem, aber auch wirklich jedem, erzählt, dass ER eine Doula hat J

Seit dem entscheidenden Anruf hatten wir immer wieder Kontakt und ich war auch nochmal bei ihr zur Massage.
.....

In der 36. SSW stand dann der Vorstellungs-Termin in der Klinik vor der Türe. Am Morgen war ich noch bei meiner Frauenärztin und anschließend gleich in der Klinik. Dort stellte man dann bei der Doppler-Sonographie fest, dass bei unserer Maus Herzrhythmusstörungen vorliegen würden- Das hat uns total aus der Bahn geworfen. Meine Frauenärztin, meine Hebamme und auch Anja haben versucht uns zu beruhigen. Aber ich glaube, ich muss hierzu nicht viel sagen. An Beruhigung war nicht zu denken-

2 Wochen später war dann auch im CTG die HRS zu hören und man hat mich von der Frauenarztpraxis weg direkt in die Klinik in Ebersberg, in der ich ursprünglich auch entbinden wollte, geschickt.

Dort ging der Horror dann weiter. Mehrere Tage, über Stunden hinweg ein CTG und ein Doppler nach dem anderen. Das Ende vom Lied war dann, dass sie uns in die Pränataldiagnostik nach München ins Klinikum rechts der Isar geschickt haben.

Auch dort haben sich die HRS bestätigt. Die Ärzte dort sahen das Problem aber weniger tragisch, da das wohl öfter vorkomme aber bei den meisten eben unentdeckt bliebe. Wir sollten uns nur überlegen ob wir nicht zur Entbindung in eine Klinik mit Maximalversorgung gehen wollten.

Dazu hatte ich leider keine Lust, aber am Ende blieb mir nichts anderes übrig.

In dieser unruhigen Zeit voller Angst und Sorgen, habe ich immer gehofft, dass unsere kleine sich ganz schnell auf den Weg machen würde, damit sie nicht noch 1000 CTG‘s und Sono‘s über sich ergehen lassen müsse.

2 Tage später, es war Sonntag morgens um ca. 10.30 Uhr (15.02.) ging dann bei mir der Schleimpfropfen ab. Ich bin gleich ans Telefon und habe Anja informiert. Sie meinte daraufhin, dass sich wohl etwas tut, aber es auch sein kann, dass es noch ein paar Tage dauert. Dennoch wollte sie abends vorbeikommen um nochmal alles genau zu besprechen.

Anja kam um 20 Uhr. Wir haben alles besprochen, nur die Frage Ebersberg oder München stand noch im Raum. Anja fuhr um ca. 22 Uhr nach Hause. Und um 22.30 Uhr setzten dann bei mir die Wehen ein. Die kamen schon ziemlich heftig und gleichmäßig alle 10-12 Minuten. Um 1.30 Uhr bin ich in die Badewanne. Aber die Wehen blieben. Gegen 4 Uhr habe ich dann noch etwas geschlafen. Als wir dann um 7 Uhr aufgestanden sind, waren die Wehen da und Klaus hat nochmal in Ebersberg angerufen. Dort meinte man, dass es doch besser wäre wenn ich ins Klinikum rechts der Isar fahren würde. Also hat Klaus dort angerufen. Die Hebamme war sehr nett und wollte mich auch direkt sprechen. Sie meinte, ich solle baden und noch abwarten. Anschließend haben wir dann Anja angerufen. Sie gleich alles stehen und liegen gelassen und ist zu uns gekommen. Bepackt mit Frühstück, Tee und und und…

Meine Mann haben wir dann ins Büro geschickt und wir beiden Mädels haben es uns in der Zwischenzeit so gut es ging gemütlich gemacht.

Hier folgt jetzt der wunderbare Geburtsbericht, den Anja für uns verfasst hat. Danke :-)

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Mit Erlaubnis der Eltern hier nun der Geburtsbericht, den ich nach der Geburt für die Eltern verfasst habe:
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Layana und die Schneesternchen

Meine Rufbereitschaft begann am Sonntag. Martinas errechneter Entbindungstermin war am 25. Februar. Also noch 10 Tage...
Es war also Sonntag, als mittags mein Telefon klingelte und Martina dran war. Wir waren für Mittwoch Abend verabredet, um einen Gipsabdruck von ihrem schönen Babybauch zu machen. Aber es sollte anders kommen...
Sie erzählte mir, dass der Schleimpfropf abgegangen wäre, also ein kleines Zeichen für eine nahende Geburt. Seit einiger Zeit war da auch so ein Ziehen im Bauch, immer wieder. Gespannte Erwartung machte sich breit - wir alle freuten uns auf die bevorstehende Geburt. Papa Klaus war überzeugt, dass der Geburtsvorbereitungskurs nächsten Donnerstag bereits ohne sie stattfinden würde. Er sollte Recht behalten ;-)
Da wir bis zu diesem Zeitpunkt noch kein gemeinsames Treffen mit dem werdenden Papa hatten und ich, bevor es wirklich losging, gerne wusste, wo ich hin müsste, verabredeten wir uns noch für den selben Abend.
Als ich meine Kinder ins Bett gebracht hatte, fuhr ich zu den beiden. Wie gut, dass wir diese "Generalprobe" hatten, denn promt verlief ich mich in der Siedlung.
Wir hatten einen gemütlichen gemeinsamen Abend bei Tee und sprachen über die bevorstehende Geburt. Vor allem die Entscheidung für den richtigen Geburtsort lag beiden auf der Seele... Da bei Layana Extrasystolen festgestellt worden waren, und der Kardiologe einen anwesenden Kinderarzt bei der Geburt empfohlen hatte, war der Plan, nach Ebersberg zu fahren, wage geworden. Im Laufe des Gesprächs wurde uns allen ziemlich klar, dass das Klinikum rechts der Isar die bessere Alternative war, schon allein um ein Gefühl der Sicherheit zu haben. Martina hatte immer wieder leichte Wehen, es lag etwas in der Luft...
Ich verabschiedete mich kurz nach zehn. Martinas Nacht war, wie sie mir später erzählte, sehr kurz, denn immer wieder wurde sie von Wehen geweckt. Gegen 5 wurden sie stärker und beide, Martina und Klaus, wussten, dass sich die kleine Layana auf den Weg gemacht hatte...

Irgendwann kurz nach 9 am nächsten Morgen klingelte wieder mein Telefon. Ich stand gerade in Jacke und Schuhen und war im Begriff, Einkaufen zu fahren. Tatsächlich – es war Martina, die mir berichtete, dass die Wehen jetzt öfter und stärker kamen. Wir vereinbarten, dass ich die wichtigsten Dinge für meine Familie noch schnell besorgen fuhr und danach gleich zu ihr kommen würde.
Gegen 10 kam ich in der Siemensstrasse an. Martina lag gerade in der Badewanne, Klaus öffnete die Tür. Gut gelaunt und voll freudiger Erwartung unterhielten wir uns eine Weile, bis Martina aus der Wanne kam.
Die Wehen waren noch da – nicht weggebadet. Gut.
Also begannen wir, es und gemütlich zu machen, Tee zu kochen und die Wehen eine Weile zu beobachten, die pünktlich alle 7 Minuten kamen. Klaus fuhr in die Arbeit, um ein paar Dinge zu erledigen -wir entschieden uns kurz drauf für einen Spaziergang. Es war sehr kalt und es lag Schnee, als wir durch Rosenberg gingen.
Unterwegs trafen wir Klaus‘ Tante, die, als sie hörte, daß Martina Wehen hatte, ganz glänzende Augen bekam. Sie freute sich sichtlich und wünschte alles Gute. Martinas Wehen kamen weiter regelmäßig – auch schon mal mitten auf der Straße J
Wieder zu Hause kuschelten wir uns gemütlich auf die Couch, sprachen über Gott und die Welt und tranken Tee. Pünktlich alle 7 Minuten sprangen wir auf – Martina veratmete die Wehen über dem Ball hängend und ich massierte ihr Kreuzbein. Immer und immer wieder. Langsam bekamen wir Routine. Und es schlich sich ein Ritual ein: nach jeder Wehe machten wir ein "Hackerl" in die Luft, also einen Haken hinter jede geschaffte Wehe. Die würde nie wieder kommen.

So vergingen die Stunden. Die Wehen blieben gleichmäßig alle 7 Minuten – der Abstand wollte sich (noch) nicht verringern. Nachdem wir ein wenig ausgeruht hatten entschieden wir uns, noch einmal eine Runde spazieren zu gehen. Die eisige Kälte draußen tat den Wehen nicht so gut – die Bewegung allerdings sehr wohl – also verlagerten wir die Aktivitäten nach drinnen: ich schickte Martina treppensteigen...
Hier zeigte sich, wie sehr sie ihr Kind heute noch wollte: mit eisernem Willen und einer bewundernswerten Kondition ging Martina die Kellertreppe rauf und runter – rauf und runter – rauf und runter... zwischendrin Wehe veratmen, Kreuzbein massieren – und weiter rauf und runter...
Ihren Fleiß belohnte ich mit einer Bauchmassage. Sie lag mit geschlossenen Augen in den Kissen und genoß entspannt die Streicheleinheiten mit dem nach Zimt und Nelken duftenden Uterus-Öl. Die durch das treppensteigen auf 5 Minuten zusammengerückten Wehen mochten aber keine Entspannung und rückten wieder auf 7 Minuten auseinander.
Ich ließ Martina eine warme Badewanne voll Wasser ein, gab einige Tropfen ätherisches Eisenkrautöl hinein und stellte Kerzen im Bad auf. Martina stieg ins Wasser und wir bedeckten Bauch und Brüste mit einem Handtuch. Ich saß neben der Wanne und goß immer wieder mit einem großen Haferl‘ warmes Wasser über ihren Bauch, damit er es schön warm hatte.
Die erste Wehe ließ nicht lange auf sich warten. Martina kam toll zurecht mit den Wehen, war ganz und gar bei sich - entspannt und getragen vom warmen Wasser. Schon sehr bald wurden die Wehen stärker – die Abstände deutlich kürzer.
Mal 4 Minuten, mal 5 Minuten.
Irgendwann gegen 18 Uhr kam Klaus von der Arbeit nach Hause. Er strahlte durch die Badezimmertür, als er seine Frau in der Wanne liegen sah. Martina meinte, daß noch Zeit wäre und wir uns noch nicht so bald auf den Weg in die Klinik machen müssten – am liebsten wäre sie einfach zu Hause geblieben. Wir scherzten "Komm wir rufen jetzt Vera (die Hebamme) an und machen eine spontane Hausgeburt. Die macht das sicher!" Klaus machte sich daran, uns etwas leckeres kochen. Wie schön! Was für eine tolle, gemütliche Stimmung – einfach Hausgeburtsfeeling! Beim nächsten Mal...

Da die Wehen in der Wanne langsam immer dichter zusammenrückten (wir hatten ja einen langen Weg durch Schneetreiben vor uns), bat ich sie, aus der Wanne zu steigen – wir wollten sehen, was die Wehen "an Land" machten.
Das ganze Haus duftete schon nach den leckeren Spaghetti mit Thunfisch. Hmmmm....!
Die Wehen ließen sich nicht beeindrucken und kamen weiter recht dicht nacheinander, also schneller essen!
Danach machten wir uns auf den Weg in die Klinik. Es war 19:12 Uhr.
Martina und Klaus fuhren voraus – ich hinterher durch dichtes Schneetreiben. Wir kamen gut durch, Martinas Angst vor dem Berufsverkehr war um diese Uhrzeit ja Gott sei Dank unnötig. Der Parkwächter im Rechts der Isar ließ uns durch die Schranke – also auch meine Angst vor der Parkplatzsuche unbegründet. Alles fügte sich irgendwie.
Klaus fuhr Martina direkt an die Notaufnahme, wir parkten beide Autos nebeneinander nah am Eingang.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Kreißsaal. Jetzt konnte es losgehen!

Wir wurden sehr nett von der diensthabenden Hebamme empfangen. Martina wurde ans CTG angeschlossen, eine Ärztin machte Ultraschall – auch hier waren die Extrasystolen wieder zu sehen. Die Hebamme untersuchte Martina und meinte, der Muttermund wäre etwa 2 cm geöffnet. Ich sah eine kleine Enttäuschung in Martinas‘ Augen. Irgendwie hatten wir gehofft, die Stunden mit Wehen zu Hause hätten mehr erreicht. Aber gut.
Martina bekam den obligatorischen venösen Zugang an den Arm – danach schickte uns die Hebamme spazieren.
Wir schlenderten also mit Kakao und Kaffeebechern aus dem Automaten durch die Klinikgänge, immer wieder unterbrochen von Wehen, die Martina an Klaus hängend und von mir Kreuzbein massierend veratmete. Die Wehen waren kräftig und häufig, alles sah nach einem guten Geburtsfortschritt aus.
Später kamen Freunde der beiden dazu, die nach Martina sehen wollten. Die Wehen wurden immer stärker und Martina hielt es kaum an einer Stelle aus – sie fand hier in den öffentlichen Gängen auch kaum ein ruhiges Plätzchen, an denen sie ihre Wehen ungestört annehmen und sich gehen lassen konnte. Also verabschiedeten Martina und ich uns von den anderen und gingen zurück in den Kreißsaal. Die nächsten Stunden bekamen wir, bis auf ab und zu um ein CTG zu schreiben, kaum mal eine Hebamme zu Gesicht. Die Wehen kamen wieder eher alle 6 Minuten und Martina war toll... sie nahm die Wehen an, ließ sich wunderbar in den Wehenschmerz fallen, atmete ruhig und gleichmäßig und arbeitete sich wie eine Löwenmutter durch die Stunden.
Liegend waren die Wehen für sie kaum auszuhalten, Martina war in Bewegung, suchte in der Wehe Halt – an einer Stange, an ihrem Mann an mir... gemeinsam versuchten wir, ihren Schmerz zu lindern. Massierten in jeder Wehe ihr Kreuzbein, den Po, die Beine. Streichelten, kühlten und motivierten sie. Die Wehen wurden stärker und stärker, Martina stöhnte und man hörte, daß nun eine andere Qualtität an Wehenschmerz erreicht war. Auch die Müdigkeit und Sorge um das Baby spielten natürlich mit eine Rolle.
Erst gegen 2 Uhr untersuchte die Nachthebamme Martinas Fortschritt – und alle waren überrascht, daß trotz der vielen Stunden starker Wehen der selbe Befund wie bei der Aufnahme zu tasten war: Muttermund 2cm. In diesem Moment schwanden Martinas Kräfte, trotzdem blieb sie tapfer und wollte weiter kämpfen. Um Gebärmutterhals und Muttermund zu entspannen schlug die Hebamme ein Schmerzmittel vor, daß Martina auch ein wenig zur Ruhe kommen ließ – sie zwischen den Wehen auch ab und zu ein wenig einnicken ließ – um neue Kraft schöpfen zu können für das, was da noch kommen würde. Klaus und mich versorgte die Hebamme mit Matten, Kissen und Decken, damit wir es uns auf dem Boden "gemütlich" machen konnten – so nickten wir alle 3 zwischen den Wehen immer wieder ein. Nach nur einer Stunde wurden Martinas Wehen aber wieder so stark, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Ich hoffte inständig, daß die kleine Pause und das krampflösende Medikament ihr ein paar Zentimeter geschenkt hatten, um ihre tolle Motivation wieder zu bekommen, die sie die Stunden zuvor hatte.
Gegen halb sieben kam die Hebamme der Frühschicht in den Kreißsaal – mit neuem Schwung, einem Lächeln auf den Lippen und vielen Plänen, wie es weitergehen sollte. Gott sei Dank! Wie froh war ich da – fast spürbar kam Schwung in die Sache.
Martina war von den viele Stunden Wehenschmerz sichtlich mitgenommen. Die tapfere, starke Frau! Wie kraftvoll hatte sie gekämpft, um ihr Baby endlich bei sich zu haben – wie ernüchternd waren die Untersuchungen bisher.
Wieder einmal wurde das CTG angestellt, danach wieder eine Untersuchung. Die Ärztin war zurückhaltend, es wären immer noch "nur" 4 cm. Fruchtblase steht. Nur4 cm??? Das war doch wunderbar! Es geht voran! Jetzt wird alles gut, dachte ich mir. "3 ist die Hälfte von 10" heißt es in der Geburtshilfe – also los, jetzt bewegt sich was. Dem Baby ging es in diesen ganzen Stunden der Wehen sichtlich gut. Die Herztöne waren konstant, nicht ein einziger Abfall, kein zu schneller Herzschlag, der zu vermeiden gewesen wäre. Kleines Mädchen – du warst eine Kämpferin wie deine Mama!

Ihr Frühstück rührte Martina kaum an, wenige Bissen von einer Semmel, mehr nicht.
Plötzlich schien Fruchtwasser abzugehen, immer wieder lief etwas ihre Beine hinunter. Ich hoffte, daß nun das Köpfchen besseren Druck auf den Muttermund ausüben konnte, doch nicht die Vorblase, sonder weiter oben sickerte das Wasser heraus. Wieder machten wir uns auf den Weg, gingen ein wenig spazieren. Wie viele Wehen Martina veratmete – wer weiß es noch. Zeit spielte langsam keine Rolle mehr. Kaum bekam man die Tageszeit mit, welcher Tag war heute?!
Also noch ein Spaziergang. Frische Luft. Ja, das konnten wir jetzt alle gebrauchen. Wir öffneten die Fenster im Kreißsaal um Sauerstoff hereinzulassen und machten uns auf den Weg. Im Flur vor der Kreißsaaltür blieben wir in Bewegung, spazierten hin und her. Martinas starke Wehen immer mit im Gepäck. Sie fing an zu weinen. Ja, wein‘ nur, lass alles raus! Immer nach ein paar Wehen stellten wir uns ans geöffnete Fenster, ließen uns die eisige Schneeluft um die Nasen blasen und schauten raus in den Innenhof. Alles dick verschneit. Tiefstes Winterwetter – und das ganz normale Leben draußen. Klaus versorgte und mit heißen Getränken aus dem Automaten – wie gut, dass er an reichlich Kleingeld gedacht hatte!
Lange gingen wir so hin und her – nach 9 Uhr war es bereits. Der nächste Tag war in vollem Gange. Eine Viertelstunde später zurück im Kreißsaal half ich Martina, sich ein wenig frisch zu machen, Zähneputzen, Gesicht waschen, Lebensgeister wecken. Dann wieder CTG, eine neue Hebamme und noch einmal untersuchen. Muttermund dehnbar auf 8-10 cm. Die Hebamme öffnete die Fruchtblase, um das Köpfchen des Babys mitarbeiten zu lassen.
Was für ein Fortschritt!!!! Nicht mehr lange! Jetzt war da neue Energie für die letzten Meter bis zur Zielgeraden.
Martina hielt die Schmerzen jetzt kaum mehr aus, fand in keiner Position Ruhe und kam nicht mehr wirklich mit den heftigen Wehen zurecht –Schmerz und Erschöpfung hatten sie fest im Griff. Wer konnte das verdenken – nach so vielen Stunden, ohne Schlaf in den zwei vorangegangenen Nächten...
Über den Zugang bekam sie ein Schmerzmittel, dazu noch einmal etwas zum Entkrampfen. Nicht wirklich wurden die kraftvollen und fordernden Wehen erträglicher, aber immerhin ein wenig.
Martina lag in den Wehenpausen mit geschlossenen Augen da, versuchte so gut wie möglich zu entspannen. Zur Ruhe kommen. Kraft tanken.
Beide Hebammen versuchten, die Herztöne des Babys zu finden, das CTG hatte gerade in den Wehen immer nicht aufgezeichnet. Nach einiger Zeit sah mich die leitende Hebamme, Sabrina, fragend an und meinte "ich würde gerne eine KSE (=Kopfschwartenelektrode) legen?!" Ich runzelte die Stirn und schüttelte leicht den Kopf und gab vorsichtig zu verstehen, daß sie noch einmal weiter nach den Herztönen suchen sollte, wußte ich doch, dass Martina genau das wirklich vermeiden wollte. Also wieder Herztöne suchen. Mal auf die andere Seite drehen – vielleicht hier? Die Herztöne waren immer nur kurz zu finden – aber nicht durchgehend vom CTG-Gerät aufzuzeichnen. Jetzt wollte sich die Hebamme nicht mehr zufriedengeben – sie
müsse jetzt eine KSE legen. Dann solle aber die Mutter ihre Zustimmung geben, meinte ich (also wieder Zeit gewonnen ) In der nächsten Wehenpause wurde die Elektrode ausgepackt und die Hebamme war gerade im Begriff, den Führungsstab einzuführen...

...als die Presswehen einsetzten! Was für eine Fügung, wie erleichtert war ich in diesem Moment! Dann der erlösende Satz von Sabrina: "Wenn sie wollen, können sie jetzt ein wenig mitschieben!
Bald ist alles geschafft. Nur noch diese eine, große Anstrengung! Alle Kraft zusammennehmen. Luft anhalten, Augen zu, Mund zu und schieben...
Klaus stand am Kopfende des Bettes und war sehr bewegt. Jetzt endlich... gleich...
die Kleine Maus kommt!
Martina bekam Coffea Globuli in den Mund – und auf den Damm massiert.
Wie wir es zuvor besprochen hatten, sammelte Martina, die Löwenmutter, all ihre letzten Kräfte, mobilisierte sämtliche Reserven und schob mit aller Kraft. Nach wenigen Wehen war das Köpfchen geboren. Layana!
Die Nabelschnur hatte sie sich zweimal um den Kopf gewickelt – eine kleine Turnerin eben :-)
Und sie wollte ihren Eltern schon etwas sagen, so zwischen den Welten.
Bei den nächsten Wehen schob Sabrina von oben mit. Zwei Wehen noch, und die kleine Prinzessin war da! Winzig, nackt und putzmunter lag sie da im Schoße ihrer Mutter. 11:39 Uhr – die Zeit stand für einen Augenblick still.
Layana wurde auf Mamas Brust gelegt und durfte einen Moment ankommen.

Was für ein Moment: unsagbares Glück, Erleichterung und Tränen der Rührung.
Dann wurde dem Papa die Schere zum Abnabeln gereicht, denn die Kinderärzte warteten im Hintergrund, um Layana zu untersuchen und um sicherzustellen, dass keine weitere Behandlung wegen der Herzrhythmusstörungen nötig war.
Alles gut.
Was für ein Glück! Was für ein Geschenk!
Also durfte die kleine Maus in Papas Arme. Wie stolz, wie glücklich strahlte Klaus seine kleine Layana an! Papa war sofort verzaubert, das war wohl Liebe auf den ersten Blick!

Zwischenzeitlich wurde auch die Plazenta geboren, wurde von den Hebammen auf Vollständigkeit untersucht. Alles da. Sehr gut.
Erst jetzt wurde nach alter Hebammentradition zur Geburt des Kindes gratuliert.
Martina wurde genäht, versorgt und gewaschen und bekam dann die kleine Maus, angezogen und wie ein winziges Bündel verpackt, in die Arme gelegt. Schon der erste Anlegeversuch klappte prima – Layana war offensichtlich ein Naturtalent! Alle Ärzte und Hebammen verließen den Raum und nun kehrte Ruhe ein – Zeit für die kleine neugeborene Familie, sich kennenzulernen.
Auch ich packte meine Sachen zusammen und verabschiedete mich langsam von Martina und Layana . Als Klaus mich nach draußen zum Auto begleitete schneite es wieder...

Es waren wunderschöne kleine Sternchen – was für ein schönes Zeichen zu Layanas Geburt!
Wenn ich in Zukunft solche schönen Schneesternchen sehe, werde ich immer an deine Geburt denken, kleine Layana! Mit diesem schönen Gedanken machte ich mich müde auf den Heimweg.

Willkommen im Leben, kleine Layana!

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Lucas Morgan 07.07.2018

Herzlich Willkommen, Lucas Morgan! *07.07.2018

"Es war bereits meine dritte Schwangerschaft und ich wusste schon, was alles auf mich zukam. Jedoch war die Angst viel größer, was alles schief laufen könnte, da ich schon zweimal das Glück hatte, absolut problemlose Schwangerschaften / Geburten erfahren zu dürfen.

Anja, meine Doula, hat mich immer wieder ‚aufgepäppelt’ und mir gut zugeredet, als ich mir zu viele Sorgen machte. Sie ließ mich im Geburtszimmer nie allein, wusste stets was zu tun oder zu sagen war und hat mich angespornt als ich aufgeben wollte.
Sie hat sich genauso über meine Fortschritte gefreut und über die Rückschläge geärgert wie ich.
Ohne meine Doula hätte ich diese Geburt nicht so schön empfunden.

Vielen Dank!"

Herzlich Willkommen, Lucas Morgan!

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Serafina 20.08.2018


Die Mama schreibt:

" Mein Geburtserlebnis mit Anja war positiv!

Als ich mitten in den ärgsten Wehen war, wollte ich nur ganz allein sein, war aber sehr froh im Nachhinein, daß sie sich dazugesellte. Danke für Deine unaufdringliche Präsenz!
Ich hatte mich schon wochenlang auf tolle Massagen während der Wehen gefreut, aber dazu blieb gar keine Zeit ;-) alles ging so schnell.
Aber daß mein Körper wußte, was er zu tun hatte und daß meine 2. Geburt kein 2. Kaiserschnitt wurde, hatte ich sicher auch der Beruhigung zu verdanken, daß eine Doula da war, trotz der nicht so schönen Klinik.
Danke Anja!"

der Papa schreibt:
"Für mich war es eine unglaubliche Erleichterung, eine Doula zur Seite zu haben.

Schon im Vorfeld hinderte das Wissen um die Anwesenheit einer Doula meine Nervosität erheblich. Bei der Geburt selbst war die Doula eine wertvolle Hilfe in rein praktischen Dingen (Erledigen diverser Handgriffe) als auch in psychologischer Hinsicht.
Anja beeindruckte mich sehr durch ihre ruhige, ausgeglichene und einfühlsame Art. Sie wartete ab, sie packte zu, sie sprach tröstende Worte, sie schwieg - was gerade erforderlich war, spürte sie ganz genau.
Nochmals vielen Dank hierfür!

Gunther 22.11.2018"


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Forumsbeitrag im Internet


"Ich hatte bei meiner zweiten Geburt eine Doula und es war phantastisch. Ich würde - wenn es möglich ist - immer wieder mit (m)einer Doula die Geburt erleben wollen.


Psychisch und körperlich war meine Geburt sehr anstrengend (Beginn mit unerklärlichen Blutungen, Verlegung vom GH ins KH, schreckliche Atmosphäre dort) und ohne meine Doula wäre ich wahrscheinlich nicht zurecht gekommen. Sie war da, hat immer genau das richtige gemacht. Sie stand mir bei, als ich eine ätzende Entscheídung treffen mußte - aber sie war trotzdem immer dezent im Hintergrund. Sie hat darauf geachtet, dass ich was trinke, sie hat mich auf die Toilette begleitet. Sie hat mir ihren Berührungen dafür gesorgt, dass ich etwas entspannen konnte und dass die Schmerzen nicht gar so heftig waren. Sie hat nach der Geburt die Sachen für das Baby rausgesucht und auch meine hingelegt und mir beim anziehen geholfen und auch beim Duschen. Und das alles, ohne dass ich irgendwas gesagt habe. Sie wußte aus ihrer Erfahrung, was gerade gemacht werden kann oder gemacht werden muß.

Ich kannte sie vorher nicht. Wir haben uns einmal getroffen, um uns zu beschnuppern und lagen gleich auf einer Wellenlänge. Danach hatten wir noch 2 Treffen, in denen wir dann über die Geburten geplaudert haben.

Nach der Geburt gab es noch 2 Nachgespräche, und da meine Geburt nicht so optimal war, waren diese Gespräche sehr wichtig für mich.
Leider hat sie sehr weit von mir entfernt gewohnt (1,5 Stunden Fahrzeit), sonst wäre sie zu Beginn der Wehen zu mir nach Hause gekommen und wir wären (wenn dann die Wehen stärker geworden wären) gemeinsam ins Geburtshaus gefahren. Da das GH aber eh auf dem Weg in ihre Richtung lag, hatten wir beschlossen, uns erst dort zu treffen.

Meine Doula hat ihre Ausbildung selber bezahlt. Das ganze ist nicht wirklich billig. Sie sagte mir auch, dass man damit nicht reich wird. Es ist eher eine Berufung, ein Hobby. Pro Geburt (plus Gespräche davor und danach) hätte sie 450 EUR bekommen. Zuerst fand ich das viel, dann habe ich aber mal ihren Stundenlohn ausgerechnet, das ist echt nicht viel, eher eine kleine Aufwandsentschädigung.)
3 Wochen vor der Geburt und 2 Wochen danach war sie in Rufbereitschaft. Wenn man Kinder hat braucht man ein gutes soziales Netz, denn sie kann ja jederzeit zur Geburt gerufen werden.

Ich habe sie am Abend um 22 Uhr angerufen und sie hat sich gleich auf den Weg gemacht. Sie sagte zu Ihrem Mann: "Ich bin zum Frühstück wieder da." Sie war dann gegen 17 Uhr wieder zu Hause. Und gegen 14 Uhr hat sie zum ersten Mal zu Hause angerufen. Da muß dann auch die Familie mitspielen.

Ein Mann kann bei der Geburt alles das machen, was er auch ohne Doula machen würde. Meine Doula stellt sich komplett auf die Situation des Paares ein.

Ich war ja ohne Mann bei der Geburt, weil er bei unserem Großen war. Meine Doula war die ganze Zeit bei mir. Und als sie ein einziges Mal selber auf der Toilette war, da waren das schlimme Minuten für mich. Sie war mein Rettungsanker in der ganzen Zeit. Eventuell hätte ich sie im GH nicht so stark gebraucht, das kann ich nicht beurteilen, aber im Krankenhaus war sie für mich unentbehrlich. Und mein Mann (aber das trifft jetzt wirklich nur auf meinen Mann zu) hätte diese Aufgabe nicht erfüllen können.

Ich finde Doulas Klasse und leider gibt es noch viel zu wenige von ihnen."

DANKE, dass ich deinen Forumsbeitrag zitieren durfte!

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